Jim Clark Revival 2019 - Amweg Motorsport

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Jim Clark Revival 2019

Berichte
Clark Revival: Siege für Amweg und Weibel
Peter Wyss / 08. Mai 2019

SCHNELLE HISTORIC RACER Bei der Hockenheim Historic, auch als Jim Clark Revival bezeichnet, feierten Thomas Amweg (Formel 2) und Bruno Weibel (Formel Junior) glänzende Siege. Auch weitere Schweizer überzeugten

Nach dem verlorenen Reifenpoker im nassen Rennen liess Thomas Amweg mit dem Rat RT1-BMW im trockenen zweiten Lauf alle Gegner hinter sich (Fotos: Dream-Cars.ch).
Nach dem verlorenen Reifenpoker im nassen Rennen liess Thomas Amweg mit dem Rat RT1-BMW im trockenen zweiten Lauf alle Gegner hinter sich (Fotos: Dream-Cars.ch).

Rund 18000 Zuschauer trotzten der Kälte und den Regenschauern und wohnten am letzten April-Wochenende der Hockenheim Historic „Jim Clark Revival“ im Badischen Motodrom bei. Dabei erlebten sie einige bestens aufgelegte Schweizer.

Vom Berg auf die Rundstrecke
Im 26 Rennwagen starken Feld der Formel 2 mit 1600er- und Zweiliter-Motoren hielt Thomas Amweg mit dem erstmals auf der Rundstrecke pilotierten Ralt RT1-BMW von Phimmoracing – mit dem er die Arosa ClassicCar 2016 ein erstes Mal für sich entschied – die Schweizer Flagge hoch. Und wie!
Nach einem Regenschauer vor dem ersten Rennen liessen alle Fahrer profilierte Reifen aufziehen – bis auf zwei Briten. Bis Rennmitte konnte der Aargauer den ersten Platz halten, jedoch trocknete die Strecke rasant ab, worauf sein Vorsprung schmolz. Die auf Slicks gestarteten Martin O’Connell (Chevron B40) und Mike Griffiths (Ralt RT1) musste Amweg daher ziehen lassen.
Die Freude über das Podium war dennoch gross («Ich hätte nie gedacht, dass der Reifenpoker der beiden Engländer aufgeht») und wurde anderntags im zweiten Lauf noch übertroffen. Auf nun gänzlich trockener Strecke blieb Amweg dem Polesetter O’Connell im Nacken und überholte diesen mit einem grandiosen Manöver. Die entscheidende Runde Richtung Sieg ist im Onboardvideo auf der Facebookseite von Thomas Amweg zu sehen. O’Connell musste sich danach auch dem Deutschen Wolfgang Kaufmann (March 782) beugen. Beide hängte Amweg bis ins Ziel um mehr als 20 Sekunden ab.

Formel-2-Podium nach dem zweiten Rennen: Thomas Amweg als Sieger zwischen Wolfgang Kaufmann (links) und Martin O’Connell.

Zwei Siege für Europameister Weibel
Bruno Weibel machte am Steuer des Lotus 22 dort weiter, wo er zum Ende der FIA Lurani Trophy für Formel-Junior-Rennwagen 2018 lag – an der Spitze. In beiden Läufen auf trockener Strecke lieferten sich Manfredo Rossi di Montelera (Lotus 22), Mark Shaw (Brabham BT6) und Weibel einen tollen Dreikampf mit mehreren Führungswechseln.
Am Samstag siegte der Inhaber von Schaffner Racing in Urdorf nach 13 Runden auf dem GP-Kurs mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung auf den Schotten, am Sonntag mit sieben Zehnteln auf den Italiener. Damit entschied der Europameister auch die Gesamtwertung für sich. Daneben drehte Weibel die schnellste Junior-Rennrunde in einer persönlichen Bestzeit von 1’58,816.

Schnelle Sportwagenpiloten
Im kleinen Feld der CanAm-Sportwagen war der Wahl-Thurgauer Marco Werner mit einem wuchtigen McLaren-Trojan M8F mit 8,1-Liter-V8-Motor unbesiegbar. Felix Haas blieb dem dreifachen Le-Mans-Sieger mit dem kleineren Lola T294 aber im Nacken. Mit 6,2 Sekunden Rückstand im ersten und nicht mal 94 Hundertsteln im zweiten Lauf fielen die beiden zweiten Plätze von Haas mit Riesenvorsprung auf den zweimal drittplatzierten Wolfgang Henseler (Lola T210) eindeutig aus.

Gleich zwei Schweizer Doppelsiege gab es im Feld der FHR Gentle Drivers Trophy. Im ersten Lauf distanzierte Markus Jörg im Lotus XI Le Mans die von Felix Haas im Lola Mk1 angeführte Konkurrenz in einer halben Stunde um fast 24 Sekunden und mehr. Im zweiten Durchgang liess sich Haas nur um 3,1 Sekunden distanzieren.

Müller mit viel Elan
Im grossen Feld der britischen Tourenwagen und GT-Fahrzeuge (Triumph Competition und British HTGT) war Urs Müller mit seinem Lotus Elan 26R der schnellste Schweizer. Nach Gesamtrang 6 und dem zweiten Klassenrang hinter dem Deutschen Rainer Bastuck auf einem Marcos 1800 lag im zweiten Rennen nur Doppelsieger Philippe Vermast (LUX) auf einem grösseren TVR Vixen 2500 vor dem Basler.

Mit einem Austin Cooper S errang Franz Durrer in dem nur am Samstag bestrittenen Rennen den Klassensieg.
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