VLN 9 2017 - Amweg Motorsport

Direkt zum Seiteninhalt

VLN 9 2017

Berichte > Manuel/Fred
9. Lauf Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Erstellt 23.10.17/UG

Erfolgreiche Titelverteidigung

Nach einer spannenden Saison entschied erneut das letzte Rennen über den Gesamtsieg im Toyota GT86 Cup. Manuel und Fred brauchten entweder den Sieg im Rennen oder die Bestzeit im Quali und den zweiten Platz im Rennen um den letztjährigen Erfolg für das Toyota Swiss Racing Team zu wiederholen.

Nachdem Manuel und Fred am Freitagmorgen auf der Grand Prix Strecke während fünf Runden einen TCR Audi testen konnten, waren beide für das letzte Rennen voll motiviert. Im Gegensatz zu den verregneten Testrunden am Morgen, war die Strecke für das freie Training am Abend trocken. Um keine unnötigen Risiken einzugehen, beschränkten sich Manuel und Fred auf je zwei Trainingsrunden.

Das Quali am Samstagmorgen startete pünktlich um 08:30h. Weil gegen Ende des Quali Regen vorhergesagt wurde, ging Manuel gleich auf die Strecke und absolvierte sein Pflichtrunden. Danach übergab er das Steuer an Fred, der sich mit einer Zeit von 9:45,475 an die Spitze und damit seine Konkurrenten unter Druck und setzte. Um weitere Risiken auszuschliessen steuerte er danach in die Box und wartete im Auto auf die Reaktion der Konkurrenten um allenfalls sofort noch einmal auf die Strecke gehen zu können. Als dann aber 20 Minuten vor Ende des Qualis leichter Regen einsetzte waren die Quali-Bestzeit und somit die zwei wichtigen Punkte gesichert.

Noch vor dem Start des Rennens hörte es wieder auf zu regnen. Trotzdem gingen aber die meisten Teams mit Regenreifen an den Start, weil die Strecke noch nass war. Das Team von Milltek, das nun für den Gesamtsieg unbedingt auch den Rennsieg brauchte, wurde nach dem Start bis Ausgangs Mercedes-Arena auf den letzten Platz durchgereicht. Bereits in der ersten Runde wurde Fred von der Spitze verdrängt; Konkurrent Milltek folgte mit grossem Abstand. Nach der vierten Runde war an der Spitze noch alles gleich, Fred auf dem zweiten Platz. Auf der abtrocknenden Strecke wurde nun klar, warum Gegner Milltek nach dem Start durchgereicht wurde: sie waren offensichtlich mit Slicks am Start und holten nun gewaltig auf. Der Vorsprung von Fred betrug nur noch knapp 30 Sekunden. Nach fünf Runden stoppte Fred in der Box zum Tanken und Reifenwechsel. Knapp hinter #533 von Milltek kam er an dritter Stelle auf die Strecke zurück. Weil die beiden Führenden nach sechs Runden in die Box mussten, lag Fred wieder an der Spitze vor Milltek.  In der siebten Runde setzte Milltek alles auf eine Karte und übernahm wieder die Führung vor Fred. Weil Fred und Manuel nicht auf Sieg fahren mussten, etablierten sie sich mit sicherem Vorsprung auf die Verfolger auf dem zweiten Platz. Es galt nun, das Auto sicher ohne Defekt und Unfall über die Zeit zu bringen. Die Rechnung ging auf. Manuel fuhr nach  4:05:43.052 als zweiter im Toyota GT86 Cup über die Ziellinie und konnte schliesslich mit Fred, Toyota Swiss Racing, dem Team von Ring Racing und den unerwartet zahlreich angereisten Fans die Titelverteidigung feiern.

Kleine Diskussionen um den Rennsieg gab es nach dem Rennen dennoch. Kurz vor Ablauf der 4 Stunden überquerte Manuel die Ziellinie und ging auf 23. Runde. Kurz darauf ging auch der Gesamtführende auf seine letzte Runde. Das im GT86 Cup führende Milltek Team ging aber soviel vorher auf die 23. Runde, dass sie diese Runde noch vor der Zieldurchfahrt des Tagessiegers beenden konnten und somit eine weitere Runden fahren mussten. Wegen dieser zusätzliche Runde reichte es für das Team Milltek trotz sechs Minuten Zeitstrafe wegen zweimaliger Unterschreitung der   Mindesboxenstoppzeit für den Klassensieg. Pech für Manuel und Fred, das aber die Freude über die Titelverteidigung keinesfalls trübt.

Mit diesem Rennen geht eine spannende, mit Höhen und Tiefen durchsetzte Saison, erfolgreich zu Ende. Manuel und Fred bedanken sich bei allen Sponsoren, Gönnern, Fans und den Familien für die Unterstützung. Ein besonderer Dank geht an Toyota Swiss Racing, an Ring Racing für die Betreuung des Autos während den Rennen.



TMG GT86 Cup: Titelverteidigung geglückt
Posted am Oktober 22, 2017 | Toyota Motorsport GmbH

  • Toyota Swiss Racing Team sichert sich mit Rang zwei erneut den Cup-Gesamtsieg
  • Milltek Racing gewinnt dramatisches Saisonfinale im TOYOTA Markenpokal
  • Planungen für die Saison 2018 laufen auf Hochtouren

Duplizität der Ereignisse: Genau wie im vergangenen Jahr genügte dem Toyota Swiss Racing Team auch beim Finale der Saison 2017 ein zweiter Platz, um sich den Gesamtsieg im TMG GT86 Cup zu sichern. Der britischen Mannschaft Milltek Racing reichte auch der fünfte Saisonsieg im neunten Rennen des Jahres nicht, um die beiden Schweizer Manuel Amweg und Frédéric Yerly von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen. Gerade zwei Punkte Vorsprung (145 zu 143 Zähler) hat das Toyota Swiss Racing Team in der Abschlusstabelle. Den dritten Platz beim letzten Saisonlauf sicherte sich Gaststarter „Jan Sluis“ gemeinsam mit Dirk Leßmeister und Ralf Goral.

Mit den zwei Punkten für die Qualifying-Bestzeit, es war die sechste der laufenden Saison, legte das Toyota Swiss Racing Team den Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung und setzte Milltek Racing so weiter unter Druck. Die britische Mannschaft musste also insgesamt fünf Zähler auf die Schweizer Kontrahenten wettmachen und im Rennen deshalb volles Risiko gehen. Trotz leichtem Regen und nasser Strecke schickte das Team Startfahrer Werner Gusenbauer dann auch auf profillosen Slicks in das Rennen. Zwar fiel die Mannschaft deshalb in der ersten Runde auf den letzten Platz zurück, startete auf dann abtrocknender Strecke aber eine sehenswerte Aufholjagd. Nach sechs Umläufen raste das Milltek-Auto mit der Startnummer 533 erstmals als Spitzenreiter der Cup-Wertung über den Zielstrich. In der Folge entwickelte sich einmal mehr ein sehr spannendes Rennen, das  Milltek Racing schließlich knapp für sich entscheiden konnte. Besondere Dramatik dann in der letzten Runde des Rennens: Weil Milltek Racing einige Sekunden vor Ablauf der vierstündigen Renndistanz die Ziellinie passierte, musste das Team eine weitere Runde auf der Nordschleife absolvieren, während die nur wenig später Start-Ziel passierenden Schweizer abgewinkt wurden. Genau diese Runde mehr rettete Milltek letztlich aber den Laufsieg, weil das Team im offiziellen Ergebnis damit eine Runde Vorsprung hat. Die sechs Strafminuten, die Milltek Racing für das zweimalige Unterschreiten der vorgeschriebenen Boxenstandzeit kassierte, fielen damit nicht ins Gewicht.

„Wir hatten ein tolles Rennen und unsere riskante Taktik wäre ja auch fast aufgegangen“, kommentierte Fahrer Lucian Gavris den fünften Saisonsieg von Milltek Racing. „Schade, dass es mit dem Cup-Sieg letztlich nicht geklappt hat, aber wir freuen uns dennoch über eine erfolgreiche Saison und werden heute feiern.“

Gefeiert wurde auch in der Box des Toyota Swiss Racing Team. „Wir wollten ein kontrolliertes Rennen fahren und uns aus allen Scharmützeln heraushalten. Das haben unsere Fahrer perfekt umgesetzt. Für uns ging es heute um den Gesamt- und nicht den Rennsieg. Wir wussten beim Start, dass uns Rang zwei reichen würde und haben entsprechend agiert. Jetzt sind wir einfach nur glücklich“, freute sich Teamchef Roland Baumann über den erneuten Erfolg.
Rang drei in der Gesamtwertung des TMG GT86 Cup geht trotz eines Ausfalls im Finale nach unverschuldetem Unfall an die Mannschaft Pit Lane – AMC Sankt Vith (85 Punkte).

Bei der TOYOTA Motorsport GmbH laufen derweil die Planungen für die Saison 2018 auf Hochtouren. Wie und in welcher Form sich TMG in der kommenden Saison im Rundstreckensport auf der Nordschleife und anderswo engagieren wird, wird zeitnah entschieden und verkündet, um allen Teams größtmögliche Planungssicherheit zu geben.

Nico Ehlert, Principal Engineer Kundenmotorsport: „Dieses Rennen war eines Finales würdig und das vielleicht spannendste Rennen in der Geschichte unseres Markenpokals. Dazu gratuliere ich allen Startern im TMG G86 Cup. Sie haben erneut großartigen Motorsport gezeigt. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass die Entscheidung um den Gesamtsieg in einem sportlich fairen Wettstreit auf der Rennstrecke gefallen ist. Mein besonderer Glückwunsch gilt dem Toyota Swiss Racing Team für die erfolgreiche Cup-Titelverteidigung.“

Zurück zum Seiteninhalt